Du stehst in Kapstadt an der Rezeption oder in Windhoek am Kaffeetresen und willst nicht mit einem verlegenen „Hello“ anfangen? Dann bist du hier richtig. Wer die ersten Worte auf Afrikaans sagt, bekommt fast immer ein Lächeln zurück, auch wenn das Gespräch danach auf Englisch weitergeht.
Hier findest du alle Begrüßungen, die du unterwegs wirklich brauchst: Hallo, Guten Morgen, Guten Abend, Tschüss und die wichtigsten Sätze, um dich vorzustellen. Zu jeder Begrüßung gibt es eine einfache Aussprachehilfe, damit du dich auch traust, sie laut zu sagen.
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Hallo auf Afrikaans: so grüßt du richtig
Viele suchen nach „Hallo auf Afrikanisch“. Gemeint ist fast immer Afrikaans, denn eine einheitliche afrikanische Sprache gibt es nicht. Die gute Nachricht für dich: Das wichtigste Wort kennst du schon.
(Deutsch – Afrikaans – Aussprache)
Hallo! auf Afrikaans – Hallo! (sprich: HA-lo)
Hi! / Hey! auf Afrikaans – Haai! (sprich: hai)
Na, wie läuft’s? umgangssprachlich – Howzit! (sprich: HAU-sit)
Hallo zusammen! auf Afrikaans – Hallo almal! (sprich: HA-lo AL-mal)
Herzlich willkommen! auf Afrikaans – Hartlik welkom! (sprich: HART-lik WEL-kom)
Hallo ist neutral und passt fast immer. Haai ist lockerer, ungefähr wie unser „Hi“. Howzit stammt aus dem südafrikanischen Englisch („How is it?“), wird aber quer durch alle Sprachen benutzt. Unter Freunden ist es völlig normal, bei der Hotelrezeption eher nicht.
Als Autorin der Grundwortschatz-Reihe vergleiche ich Afrikaans ständig mit Deutsch und Niederländisch. Bei den Begrüßungen ist die Verwandtschaft besonders deutlich: Fast alles kannst du dir über das Deutsche herleiten, wenn du zwei Ausspracheregeln kennst. Erstens wird g wie „ch“ in „ach“ gesprochen, zweitens klingt oe wie unser „u“. Alle weiteren Laute erkläre ich unter Afrikaans Alphabet und Aussprache.
Guten Morgen auf Afrikaans: Goeiemôre
Guten Morgen heißt auf Afrikaans Goeiemôre. Du siehst es auch getrennt geschrieben als Goeie môre, beides ist richtig. Gesprochen klingt es ungefähr wie „CHUI-je-MOH-re“, das „ô“ ist ein langes, offenes o wie in „Moor“.
Mir gefällt dieses Wort besonders, weil man die Sprachbrücke hört: Aus dem niederländischen „Goedemorgen“ wurde am Kap „Goeiemôre“, und unser „Guten Morgen“ steckt hörbar mit drin.
Guten Morgen! auf Afrikaans – Goeiemôre! (sprich: CHUI-je-MOH-re)
Morgen! kurz und locker – Môre! (sprich: MOH-re)
Guten Morgen, wie geht es dir? – Goeiemôre, hoe gaan dit met jou?
Guten Morgen zusammen! – Goeiemôre almal!
Hast du gut geschlafen? – Het jy lekker geslaap?
Im Alltag hörst du sehr oft nur das kurze Môre!, etwa beim Bäcker, an der Tankstelle oder auf dem Campingplatz. Antworte einfach mit „Môre!“ zurück. Kleine Falle: môre heißt auch „morgen“ im Sinne von „am nächsten Tag“. Tot môre! bedeutet also „Bis morgen!“. Der Zusammenhang macht den Unterschied.
Guten Tag, Guten Abend und Gute Nacht auf Afrikaans
Welche Begrüßung passt, hängt wie im Deutschen von der Tageszeit ab:
Guten Tag! auf Afrikaans – Goeiedag! (sprich: CHUI-je-dach)
Guten Nachmittag! auf Afrikaans – Goeiemiddag! (sprich: CHUI-je-MID-dach)
Guten Abend! auf Afrikaans – Goeienaand! (sprich: CHUI-je-NAHNT)
Gute Nacht! auf Afrikaans – Goeienag! (sprich: CHUI-je-NACH)
Schlaf gut! auf Afrikaans – Lekker slaap! (sprich: LEK-ker slahp)
Goeiedag ist etwas förmlicher, ideal im Geschäft, bei Behörden oder älteren Menschen. Für Guten Abend liest du auch Goeie aand oder die verschliffene Form „Goeienaand“, die genau so klingt, wie man sie spricht. Wie du auf Afrikaans nach der Uhrzeit fragst und die Antwort verstehst, zeige ich dir unter Uhrzeit auf Afrikaans.
Tschüss und Auf Wiedersehen auf Afrikaans
Zum Abschied hast du die Wahl zwischen förmlich und locker:
Auf Wiedersehen! auf Afrikaans – Totsiens! (sprich: TOT-sins)
Tschüss! auf Afrikaans – Baai! (sprich: bai)
Bis später! auf Afrikaans – Tot later!
Bis morgen! auf Afrikaans – Tot môre!
Bis bald! auf Afrikaans – Sien jou binnekort!
Mach’s gut! auf Afrikaans – Mooi bly!
Schönen Tag noch! auf Afrikaans – Geniet die dag!
Gute Fahrt! auf Afrikaans – Ry veilig!
Totsiens bedeutet wörtlich „bis man sich wiedersieht“ und passt immer. Baai klingt wie das englische „bye“ und ist unter Bekannten üblich. Mooi bly („bleib schön“) ist einer meiner Lieblingsausdrücke, weil es so herzlich klingt. Ry veilig hörst du oft, wenn du mit dem Mietwagen weiterfährst, und bei den Entfernungen in Südafrika und Namibia ist das ernst gemeint.
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Wie geht es dir? Smalltalk auf Afrikaans
Nach der Begrüßung folgt in Südafrika fast immer die Frage nach dem Befinden. Sie gehört zur Höflichkeit dazu, auch bei Fremden:
Wie geht’s? auf Afrikaans – Hoe gaan dit? (sprich: HU chahn dit)
Wie geht es dir? auf Afrikaans – Hoe gaan dit met jou?
Wie geht es Ihnen? auf Afrikaans – Hoe gaan dit met u?
Hallo, wie geht es dir? auf Afrikaans – Hallo, hoe gaan dit met jou?
Und so antwortest du:
Gut, danke! – Goed, dankie! (sprich: chut, DAN-ki)
Sehr gut! – Baie goed! (sprich: BAJ-e chut)
Nicht schlecht. – Nie sleg nie.
Es geht so. – Dit gaan so-so.
Und dir? – En met jou?
Die doppelte Verneinung in Nie sleg nie ist kein Fehler: Afrikaans setzt das „nie“ in vielen Sätzen zweimal. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen du als Deutschsprachiger umdenken musst.
Sich auf Afrikaans vorstellen
Nach „Hallo“ und „Wie geht’s“ kommt meist schon die Frage, wer du bist und woher du kommst. Diese Sätze brauchst du spätestens im zweiten Satz:
Wie heißt du? – Wat is jou naam?
Ich heiße … – My naam is … / Ek is …
Freut mich! – Aangename kennis!
Woher kommst du? – Waar kom jy vandaan?
Ich komme aus Deutschland. – Ek kom van Duitsland af.
Ich komme aus Österreich. – Ek kom van Oostenryk af.
Ich komme aus der Schweiz. – Ek kom van Switserland af.
Wie alt bist du? – Hoe oud is jy?
Ich bin … Jahre alt. – Ek is … jaar oud.
Ich bin verheiratet. – Ek is getroud.
Ich bin nicht verheiratet. – Ek is nie getroud nie.
Ich reise alleine. – Ek reis alleen.
Ich reise mit … – Ek reis saam met …
Ich bin im Urlaub hier. – Ek is hier met vakansie.
Ich spreche nur ein bisschen Afrikaans. – Ek praat net ’n bietjie Afrikaans.
Sprichst du Englisch? – Praat jy Engels?
Der vorletzte Satz ist mein Tipp für dich: Er nimmt den Druck raus, und die meisten Gesprächspartner freuen sich, dass du es überhaupt versuchst. Für dein Alter brauchst du die Zahlen, alle von 0 bis 100 mit Aussprache findest du unter Zahlen auf Afrikaans.
Wenn du über die ersten Sätze hinaus willst, hilft dir ein Grundwortschatz. Für meinen habe ich die wichtigsten Afrikaans-Wörter so zusammengestellt, dass Deutsch, Afrikaans und Englisch nebeneinanderstehen. So erkennst du die Ähnlichkeiten auf einen Blick.
Hallo in Südafrika: Afrikaans, Englisch, Zulu und Co.
Viele suchen nach „Hallo auf Südafrikanisch“. Eine Sprache mit diesem Namen gibt es nicht: Südafrika hat seit 2023 zwölf Amtssprachen, einschließlich der Gebärdensprache. Ich habe recherchiert, welche Begrüßungen dir unterwegs am häufigsten begegnen:
Englisch – Hi! / Howzit!
Afrikaans – Hallo! / Goeiedag!
isiZulu – Sawubona! (zu mehreren: Sanibonani!), wörtlich „Ich sehe dich“
isiXhosa – Molo! (zu mehreren: Molweni!)
Sesotho und Setswana – Dumela!
Im Westkap rund um Kapstadt hörst du viel Afrikaans, in Durban und KwaZulu-Natal eher Zulu, in Johannesburg einen bunten Mix. In Namibia ist Afrikaans bis heute die wichtigste Verkehrssprache, obwohl Englisch die einzige Amtssprache ist. In Windhoek und Swakopmund kommst du teilweise sogar mit Deutsch weiter. Mehr dazu liest du unter Welche Sprache spricht man in Südafrika? und, falls deine Reise schon geplant ist, unter Zeitverschiebung Südafrika.
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Danke, Bitte, Ja und Nein: die kleinen Wörter dazu
Zu jeder Begrüßung gehören ein paar Höflichkeitswörter. Aus meiner Erfahrung mit der Sprache kann ich sagen: Wer „Dankie“ und „Ekskuus“ richtig einsetzt, kommt sofort besser an, selbst wenn der Rest noch holprig ist.
Danke! – Dankie! (sprich: DAN-ki)
Vielen Dank! – Baie dankie!
Bitte! (Ich bitte darum) – Asseblief! (sprich: AS-se-blif)
Gern geschehen! – Plesier! / Dis ’n plesier!
Entschuldigung, … – Ekskuus, … / Verskoon my, …
Es tut mir leid. – Ek is jammer.
ja – ja
nein – nee (sprich: nia)
vielleicht – miskien
okay – OK / oraait
Alle Varianten von Danke, von formell bis sehr herzlich, plus die passenden Antworten findest du unter Danke auf Afrikaans.
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Häufige Fragen zur Begrüßung auf Afrikaans
Wie sagt man Hallo auf Afrikaans?
Hallo heißt auf Afrikaans Hallo, gesprochen wie im Deutschen. Locker unter Freunden sagt man Haai, umgangssprachlich auch Howzit. Förmlicher ist Goeiedag (Guten Tag).
Wie sagt man Guten Morgen auf Afrikaans?
Guten Morgen heißt Goeiemôre (auch getrennt: Goeie môre), gesprochen ungefähr „CHUI-je-MOH-re“. Kurz und locker reicht ein Môre!. Guten Abend heißt Goeienaand, Gute Nacht Goeienag.
Wie sagt man Tschüss auf Afrikaans?
Tschüss heißt Baai, gesprochen wie das englische „bye“. Förmlicher ist Totsiens (Auf Wiedersehen). Bis später heißt Tot later, bis morgen Tot môre.
Gibt es die Sprache „Südafrikanisch“?
Nein. Südafrika hat zwölf Amtssprachen. Am weitesten verbreitet sind isiZulu, isiXhosa, Afrikaans und Englisch. Wer „Hallo auf Südafrikanisch“ sucht, meint meist Afrikaans (Hallo) oder Zulu (Sawubona).
Wie spricht man das „g“ in Afrikaans aus?
Das „g“ klingt im Afrikaans fast immer wie das „ch“ in „ach“ oder „Bach“. Deshalb beginnt Goeiemôre mit einem rauen „Ch“-Laut. Das „oe“ klingt wie ein deutsches „u“.
Weitere Ausdrücke für den Alltag findest du unter Floskeln auf Afrikaans. Wenn du danach bereit für ganze Sätze bist, etwa im Restaurant, im Hotel oder unterwegs, schau dir die 80 Afrikaans Sätze mit deutscher Übersetzung und Lautschrift an. Und wenn du ein Wort nachschlagen willst: Das größte Nachschlagewerk der Sprache ist das Woordeboek van die Afrikaanse Taal (WAT) aus Stellenbosch.
Moin, ich bin Line, Autorin der dreisprachigen Grundwortschatz-Reihe für Afrikaans, Niederländisch und Französisch. Mich fasziniert, wie nah die germanischen Sprachen beieinanderliegen. Bei den Begrüßungen sieht man das besonders schön: Vom deutschen „Guten Morgen“ über das niederländische „Goedemorgen“ bis zum „Goeiemôre“ am Kap ist es nur ein kleiner Schritt.